Die Stadt Enger befindet sich in Ostwestfalen und hat knapp 20.000 Einwohner. Die Stadt Enger – auch unter dem Namen Widukindstadt bekannt - lobte einen freiraumplanerischen Realisierungswettbewerb aus, auf der Suche nach den besten Ideen für eine Umgestaltung des Ortskerns. Sieben Landschaftsarchitekturbüros reichten ihre Entwürfe ein. Der erste Platz ging an das Berliner Landschaftsarchitekturbüro Franz Reschke.
Das übergeordnete Leitbild des Entwurfs ist geprägt durch die Idee den Ortskern Engers als räumliche Einheit erlebbar zu machen. Der Gelingen soll dies durch einen einheitlichen Stadtteppich, eine stärkere Durchgrünung mit Straßenbäumen, dem Herausformen von Platzfolgen als lebendige Alltagstreffpunkte und ein neues, flexibles Stellplatzkonzept. Die Plätze haben dabei unterschiedliche Charaktere: neben der Neugestaltung des Barmeierplatzes entstehen zwei weitere neue Plätze: der Burgplatz und der Platz vor dem Widukindmuseum sowie Antrittspunkte an der Kreuzung mit den jeweils ankommenden Straßen.
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![Zurückhaltend gestaltete Freiflächen empfangen großzügig die Gäste und BewohnerInnen der Stadt. Der Vielfalt von Nutzungen, Orten und Angeboten wird durch einen einheitlichen Kanon für Ausstattung und Materialien entsprochen. Der Stadtraum präsentiert sich aufgeräumt und strukturiert. Die Sequenz aus Plätzen wird durch drei Brunnen und den lockeren Baumbesatz geprägt und belebt. Ein Spaziergang rund um den Rundling - knapp 500m lang - kann zukünftig auch gerne mal etwas länger dauern. [Auszug Entwurfserläuterung, Franz Reschke Landschaftsarchitektur]](https://www.freiraum-wettbewerb.info/vorlagen/webapp/cache/cms/frl-enger-detail-steinstrasse-50_g4zdeobvgq3a-1080x918.jpg)
![Die Platzintarsien bilden lebendige und entspannte Treffpunkte im Alltag der EngerInnen. Großzügige Bänke, lockeres Mobiliar sowie neue und alte Brunnen lassen an diesen Stellen neue Verweilorte entstehen. Der wertvolle Grünbestand auf den Straßen und Plätzen im Ortskern wird weitgehend erhalten und behutsam weiterentwickelt. An den Platzintarsien tragen locker gestellte Neupflanzungen zur Erhöhung der Aufenthaltsqualität bei. Am Barmeierplatz fassen zwei ergänzte Baumreihen die freigehaltene Platzmitte. Der somit insgesamt hohe Grünanteil im Stadtbild trägt zur klimagerechten Zukunftsfähigkeit und lebenswerten Attraktivität des Enger Ortskerns bei. [Auszug Entwurfserläuterung, Franz Reschke Landschaftsarchitektur]](https://www.freiraum-wettbewerb.info/vorlagen/webapp/cache/cms/frl-enger-detail-barmeierplatz-50_g4zdeobvgq3q-1080x918.jpg)
![Ein einheitlich-ruhiger Belagsteppich aus Naturstein verbindet die öffentlichen Räume rund um den Rundling und die Stiftskirche. Parkplätze und Fahrgassen werden zurückhaltend und materialgleich integriert. Einmündende Straßen und Verknüpfungen werden in ihrer Verlegerichtung differenziert. Diese für die Orientierung und Ankunft im Ortskern wichtigen Orte, werden so über die ‘Platzintarsien’ im Stadtraum betont und der Verkehr an diesen Stellen zugunsten der fußläufigen Bewegung verlangsamt. [Auszug Entwurfserläuterung, Franz Reschke Landschaftsarchitektur]](https://www.freiraum-wettbewerb.info/vorlagen/webapp/cache/cms/frl-enger-lageplan-barmeierplatz-200_g4zdeobvgq4q-1080x980.jpg)
![Am Barmeierplatz umspielt ein lockerer, grüner Rahmen den Platz an seinen Rändern. Notwendige Parkplätze und Zufahrten werden so wenig störend integriert - Gastronomie und öffentliches Aufenthaltsangebot profitieren von der maßstäblichen, offenen Mitte und dem ‚grünen Puffer‘. Es reizen die wieder und neu inszenierten Blick- und Wegebezüge hinauf zur Stiftskirche, von der west-exponierten Platztribüne in die Abendsonne und die spielerische Anbindung zum Mathildenplatz. [Auszug Entwurfserläuterung, Franz Reschke Landschaftsarchitektur]](https://www.freiraum-wettbewerb.info/vorlagen/webapp/cache/cms/frl-enger-perspektive-barmeierplatz_g4zdeobvguya-1080x842.jpg)
![In die Steinstraße hinein, fällt die Neuordnung des Straßenprofils sofort ins Auge. Einmal die Au-gen zugekniffen, die Autos weggedacht, ergeben sich noch größere Spielräume im Wechselspiel des freigehaltenen Gehbereiches auf der Ostseite der Straße und der baumüberstandenen innenliegen-den Promenadenseite mit lockerer Möblierung. [Auszug Entwurfserläuterung, Franz Reschke Landschaftsarchitektur]](https://www.freiraum-wettbewerb.info/vorlagen/webapp/cache/cms/frl-enger-perspektive-steinstrasse_g4zdeobvguyq-1080x842.jpg)








